Symptome und
Komplikationen

Du kannst autoimmunen Typ-1-Diabetes (T1D) mit und ohne Symptome haben

  • Bei autoimmunem Typ-1-Diabetes (T1D) kann eine gestörte Insulinproduktion zu Symptomen wie starkem Durst, häufigem Wasserlassen, unerklärlichem Gewichtsverlust und Müdigkeit führen.1,2

  • Es ist wichtig, diese Symptome zu kennen, aber die Erkrankung entwickelt sich in den frühen Stadien oft langsam und unbemerkt. Das bedeutet, Du kannst T1D haben, ohne etwas davon zu spüren.3,4

  • Wenn Symptome auftreten, ist der Autoimmunangriff auf die insulinproduzierenden Zellen bereits weit fortgeschritten. Die meisten Betroffenen haben dann bereits 60 bis 85 Prozent dieser Zellen verloren.5

  • Glücklicherweise lässt sich T1D heute schon erkennen, bevor Symptome entstehen. Das gibt den Betroffenen einen Vorsprung und ermöglicht es ihnen, sich besser auf das Leben mit der Erkrankung einzustellen.4,6,7

Komplikationen des autoimmunen Typ-1-Diabetes (T1D)

Leider kann T1D verschiedene gesundheitliche Probleme verursachen.


Ein nicht ausreichend behandelter T1D kann kurzfristig zu gefährlich hohen oder niedrigen Blutzuckerwerten führen. Langfristig kann ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel Schäden an Blutgefäßen und Nerven im ganzen Körper verursachen. Das wiederum erhöht das Risiko für Herz-, Nieren- und Gehirnerkrankungen.8

Bei Menschen mit autoimmunem T1D können sehr niedrige Insulinspiegel zur Ansammlung schädlicher Ketone im Blut führen. Diese verursachen eine Übersäuerung des Blutes, die als diabetische Ketoazidose (DKA) bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um ein akutes und ernstes Gesundheitsproblem.

Eine DKA tritt meist plötzlich auf und macht oft einen Krankenhausaufenthalt notwendig. Besorgniserregend ist, dass eine DKA häufig der erste Anlass für die Diagnose eines T1D ist. Für Betroffene und ihre Familien kann das eine große emotionale Belastung sein.2,10-12

Erfreulicherweise lässt sich das Risiko für eine DKA und andere Komplikationen durch eine frühzeitige Diagnose von T1D und eine regelmäßige ärztliche Betreuung deutlich verringern.2,13-15 Studien zeigen, dass eine rechtzeitige Erkennung das Risiko für eine diabetische Ketoazidose um bis zu 90 Prozent senken kann.2

Frühzeitig Bescheid zu wissen verschafft Betroffenen Zeit, sich auf die Diagnose einzustellen und gemeinsam mit medizinischem Fachpersonal die bestmögliche Versorgung zu planen.

Was stimmt und was nicht? Wir räumen mit Irrtümern zum autoimmunen Typ-1-Diabetes (T1D) auf

Mythen entschlüsseln

Referenzen:

  1. DiMeglio LA, Evans-Molina C, Oram RA. Lancet. 2018;391(10138):2449-2462.

  2. Besser REJ, Ng SM, Gregory JW, et al. Arch Dis Child. 2022;107(9):790-795.

  3. Insel RA, Dunne JL, Atkinson MA, et al. Diabetes Care. 2015;38(10):1964-1974.

  4. Sims EK, Besser REJ, Dayan C, et al. Diabetes. 2022;71(4):610-623.

  5. Gitelman SE, Evans-Molina C, Guolo A, et al. Diabetes. 2023;72(9):1289-1296.

  6. Raab J, Haupt F, Scholz M, et al. BMJ Open. 2016;6(5):e011144.

  7. Besser REJ, Bell KJ, Couper JJ, et al. Pediatr Diabetes. 2022;23(8):1175-1187.

  8. Diabetes UK. Komplikationen bei Diabetes. Verfügbar unter: Komplikationen bei Diabetes | Leitfaden zu Diabetes | Diabetes UK, abgerufen im April 2025.

  9. Kitabchi AE, Umpierrez GE, Miles JM, et al. Diabetes Care. 2009;32(7):1335-1343.

  10. Wolfsdorf JI, Glaser N, Agus M, et al. Pediatr Diabetes. 2018;19(Suppl 27):155-177.

  11. Rikos N, Mpalaskas A, Fragiadaki M, et al. Nurs Rep. 2022;12(3):564-573.

  12. Jönsson L, Lundqvist P, Tiberg I, et al. Scand J Caring Sci. 2015;29(1):126-135.

  13. Sims EK, Besser REJ, Dayan C, et al. Diabetes. 2022;71(4):610-623.

  14. Narendran P. Diabetologia. 2019;62(1):24-27.

  15. Hummel S, Carl J, Friedl N, et al. Diabetologia. 2023;66(9):1633-1642.


MAT-DE-2504197-1.0-10/2025