Frau steht vor blauem Himmel mit einer Tasche voller Plüschtiere und einem in der Hand.
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Geschichten aus dem
wahren Leben von
Menschen mit autoimmunem
Typ-1-Diabetes (T1D)


Typ-1-Diabetes (T1D) ist eine Autoimmunerkrankung, die sich oft schleichend entwickelt – ganz ohne auffällige Anzeichen. Die Erkrankung kann schon Monate oder sogar Jahre beginnen, bevor die ersten Symptome auftreten.1–3 Durch eine gezielte Früherkennung lässt sich die Erkrankung frühzeitig diagnostizieren.3


Lerne unsere Botschafter kennen, die mit T1D leben, und erfahre, wie unterschiedlich der Weg zur Diagnose verlaufen kann und warum es so wichtig ist, früh aufmerksam zu sein.

Lerne Alexa kennen

Alexa erhielt im Alter von 6 Jahren die Diagnose T1D. Niemand in ihrer Familie war zuvor betroffen – die Diagnose traf sie und ihre Angehörigen völlig unerwartet. In ihrer Freizeit liebt Alexa es, Sport zu treiben und aktiv zu sein. Sie ist ein lebensfrohes, starkes Mädchen, das sich den Herausforderungen mit Unterstützung ihrer Familie stellt.

Alexa im grünen Hemd lächelt und lehnt sich an die Rückseite eines Sofas und schaut in die Kamera, während ihr Vater im Hintergrund auf dem Boden sitzt.

Entdecke hier die Geschichte von Alexa und ihrem Vater Dominik:

Lerne Nora kennen

Bei Nora wurde als Baby im Rahmen eines genetischen Screenings ein erhöhtes Risiko für T1D festgestellt. Im Alter von 7 Jahren wurde bei ihr der erste Autoantikörper nachgewiesen, zwei Jahre später der zweite. Seitdem lebt sie mit T1D im sogenannten Stadium 1 – das heißt: Sie hat noch keine Symptome, aber wird regelmäßig medizinisch begleitet. In ihrer Freizeit reitet sie, fährt Schlittschuh und hört gerne Taylor Swift. Nora und ihre Familie fühlen sich gut informiert und betreut. Die Früherkennung von T1D gibt ihnen Sicherheit.

Nora ist von der Seite abgebildet und blickt in die Ferne, im Hintergrund ist ihre Schwester zu sehen.

Entdecke hier die Geschichte von Nora und ihrem Vater Stefan:

Wusstest Du?

Rund 90 % aller T1D-Diagnosen betreffen Menschen ohne bekannte Fälle in der Familie, so wie Alexa und Nora.‡4,10 Daher ist es wichtig zu verstehen, dass jede Person durch Früherkennung die Chance hat, einem autoimmunen T1D frühzeitig entgegenzuwirken.

Lerne Aïcha kennen

Aïcha ist 53 Jahre alt und Mutter von drei Teenagern. Sie bekam ihre T1D-Diagnose erst Ende 40. In ihrer Familie war die Krankheit schon bekannt, denn ihre Schwester hatte den T1D schon mit 12 Jahren. Später wurden auch ihre Zwillingssöhne diagnostiziert. Ihre Tochter hingegen wurde negativ getestet, was für große Erleichterung sorgte.

Aicha lächelt und hält einen Kaffee in der Hand, den sie gerade an einem Marktstand gekauft hat.

Wusstest Du?

Wenn jemand in Deiner erstgradigen Verwandtschaft T1D hat, als zum Beispiel ein Elternteil oder Geschwister, hast Du ein bis zu 15-fach höheres Risiko, auch selbst daran zu erkranken.4 Durch gezielte Früherkennung bei Menschen mit familiärer Vorbelastung kann die Krankheit erkannt werden, bevor erste Symptome auftreten.5–7

Lerne Korey kennen

Korey ist klinischer Psychologe und Teil des Diabetes-Teams an der Stanford University. Er lebt mit autoimmunem T1D, aber auch mit Zöliakie und einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung. Diese Erkrankungen bringen einige Ernährungseinschränkungen mit sich, die soziale Anlässe manchmal etwas komplizierter machen. Da Korey aber den Alltag mit diesen Herausforderungen kennt, setzt er sich aktiv für die Früherkennung ein und hat bereits sein ältestes Kind testen lassen.

Korey steht mit seinem kleinen Sohn im Arm vor einem Gemüsestand.

Wusstest Du?

Menschen wie Korey zeigen, wie häufig T1D und andere Autoimmunerkrankungen zusammen auftreten. Bis zu 9 % der Menschen mit T1D haben zusätzlich Zöliakie, und bis zu 30 % leiden an einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung.†8,9 Ein besseres Verständnis der genetischen Zusammenhänge zwischen diesen Krankheiten kann helfen, gezielt zu erkennen, wer besonders von einer Früherkennung des T1D profitieren kann.

Lerne Veerle kennen

Veerle ist 34 Jahre alt und erhielt ihre Diagnose für autoimmunen T1D erst nachdem sie zunächst fälschlicherweise als Typ-2-Diabetes (T2D) diagnostiziert wurde. Sie war die erste in ihrer Familie mit T1D, inzwischen haben aber auch entfernte Verwandte dieselbe Diagnose erhalten.

Veerle lacht, während sie mit ihren Freunden an einem Restauranttisch plaudert.

Wusstest Du?

In einer Studie aus den USA zeigte sich, dass etwa 40 % der Erwachsenen mit T1D zunächst falsch diagnostiziert wurden, und davon wurden 77 % zunächst als Typ-2-Diabetes eingestuft.§11 Fehler bei der Diagnose können dazu führen, dass die notwendige Insulintherapie verzögert wird. Das wiederum erhöht das Risiko für ernste Komplikationen wie eine diabetische Ketoazidose (DKA).11 Diese Erkenntnisse machen deutlich, wie wichtig es ist, bei Personen, bei denen man an Typ-2-Diabetes (T2D) denkt, auch an autoimmunen T1D zu denken.

Bei rechtzeitiger Diagnose könnten bis 2040 schätzungsweise rund 670.000 Leben gerettet werden.*12,13

T1D kann jeden treffen, egal wie alt du bist oder ob es Fälle in deiner Familie gibt. Die Krankheit entwickelt sich oft langsam und unbemerkt. Eine frühe Erkennung, noch bevor erste Beschwerden auftreten, kann schwere Folgen verhindern und dein Leben schützen.


Achte auf deine Risikofaktoren und bleib einen Schritt voraus. Informiere dich über Früherkennung und lass dich rechtzeitig untersuchen. So bist du gut vorbereitet und kannst besser handeln.

Abkürzungen

DKA = diabetische Ketoazidose; T1D = Typ-1-Diabetes

Referenzen

*Der T1D Index ist ein datenbasiertes Simulationsinstrument zur Messung und Kartierung der Auswirkungen von autoimmunem T1D auf Mensch und öffentliche Gesundheit.14,15

Autoimmunerkrankungen wie Zöliakie und autoimmune Schilddrüsenerkrankung erhöhen das Risiko für autoimmunen T1D; gleichzeitig haben Personen mit T1D ein besonders erhöhtes Risiko für zusätzliche Autoimmunerkrankungen.8

In einer bevölkerungsbasierten Beobachtungsstudie mit 57.371 jungen Menschen mit T1D in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg hatten 93,4 % keine familiäre Vorgeschichte.10

§In einer retrospektiven Online-Befragung von Patienten mit T1D und deren Angehörigen in den USA wurde bei 38,6 % der Patienten, die ≥18 Jahre alt waren, die Diagnose T1D zunächst nicht gestellt – davon wurde bei 76,8 % initial ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert.11

  1. DiMeglio LA, Evans-Molina C and Oram RA. Lancet. 2018;391(10138):2449-2462.
  2. Insel RA, Dunne JL, Atkinson MA, et al. Diabetes Care. 2015;38(10):1964-1974.
  3. Ospelt E, Hardison H, Rioles N, et al. Clin Diabetes. 2024;42(1):17-26.
  4. Besser REJ, Bell KJ, Couper JJ, et al. Pediatr Diabetes. 2022;23(8):1175-1187.
  5. Narendran P. Diabetologia. 2019;62(1):24-27.
  6. Raab J, Haupt F, Scholz M, et al. BMJ Open. 2016;6(5):e011144.
  7. Sims EK, Besser REJ, Dayan C, et al. Diabetes. 2022;71(4):610-623.
  8. Barker JM. J Clin Endocrinol Metab. 2006;91(4):1210-1217.
  9. Głowińska-Olszewska B, Szabłowski M, Panas P, et al. Front Endocrinol (Lausanne). 2020;11:476.
  10. Karges B, Prinz N, Placzek K, et al. Diabetes Care. 2021;44(5):1116-1124.
  11. Muñoz C, Floreen A, Garey C, et al. Clin Diabetes. 2019;37(3):276-281.
  12. Type 1 Diabetes Index. T1D Index Factsheet: GLOBAL. Accessed August 5, 2024. https://t1dindex.shinyapps.io/dashboard/
  13. Type 1 Diabetes Index. A campaign guide to launch the T1D Index. Accessed August 5, 2024. https://www.t1dindex.org/wpcontent/uploads/2022/09/Campaign-Guide.pptx-2.pdf

MAT-DE-2504250-1.0-10/2025